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Zwischen der Garnier-Oper und den Großen
Kaufhäusern
Kurze Geschichte des Viertels Als am Ende des 18. Jh. Ludwig der Fünfzehnte in den Louvre zurückkehrt und
der Hofstaat sich in der Nachbarschaft ansiedelt, beginnt Paris sich nach
Norden zu öffnen. Die Stadt wächst nördlich der ehemaligen Befestigungen, die abgerissen und 1705 von einer „mail“, einer breiten
baumbestandenen Promenade ersetzt wurden. Das sumpfige Gelände im Bereich
eines früheren Seitenarms der Seine wird durch den Bau der "Chaussée
d'Antin" befestigt. So entsteht ein begehrtes Stadtquartier
("fashionable" sagten die Pariser damals!). Die frühere ländliche
Promenade verwandelt sich so nach und nach in die großen, geschäftigen
Boulevards des 19. Jahrhunderts.
1- Die Garnier-Oper (opéra Garnier), jetzt Tanztheater "Palais de la danse", place de
l'Opéra (www) (Metro Opéra) (Tel. 01 40 01 22 63 oder 01 40 01 25 14, geöffnet 10.00-16.30,
Führung täglich um 12.00 Uhr, ab 10 Personen, Führungen in englisch: 01 40 01 22 63) (Architekt Charles Garnier, 1874)
Als
Napoleon der III. am Ausgang der alten Oper nur knapp einem Attentat
entgangen war, beschloss er 1858, eine neue Oper an einem sicheren und
offenen Platz zu errichten, der genügend Freiflächen für eine bessere
Überwachung bot. Der Stil der von Garnier erbauten Oper schwankt zwischen
Barock und Neurenaissance. Die Fassade und das Innere strömen über vor
Skulpturen und prachtvollen Schmuckelementen, so wie es die gute
Gesellschaft Ende des 19. Jh. liebte: Luxus, Gepränge, Repräsentation.
„Man kennt noch immer die famose Antwort Garniers auf die Frage des
Kaisers nach dem Stil des Werks : „Sire, es ist
Napoleon III“. Hübscher Spruch eines Höflings, doch nur zum
Teil richtig. Der Überfluss an Marmor, Stuck und Fresken ist sicher das
Kennzeichen einer Gesellschaft, die stolz auf ihren materiellen Wohlstand
ist. Doch die Phantasie, die Extravaganz, die Abwesenheit aller
historischen Bezüge und die freudige Laune, die einem aus dieser
vielfarbigen Symphonie entgegen springt, gehören kaum zu den gängigen
Eigenschaften der Epoche“. (Bernard Oudin,
Dictionnaire des architectes, éditions Seghers)
André
Malraux beauftragte 1964 Chagall, die Decke des Zuschauerraumes auszumalen.
Der große ganz in rot und Gold gehaltene Saal fasst 2130 Zuschauer und
liegt genau im Zentrum der Oper. Die Rückseite wird von den Logen und der
für die damalige Zeit sehr modernen Bühnentechnik eingenommen. Im repräsentativen
Bereich der Fassade fällt vor allem die große, üppig dekorierte Treppe
auf. Zu ihrer reiche Ausstattung zählen Loggias (kleine Logen), Balustraden, perspektivische Täuschungen,
die eines Palladio würdig sind, Kandelaber, Wandbehänge....
Das große Foyer, in dem man sich in den Pausen gerne zur Schau stellte,
ist mit polychromen Marmorflächen ausgestattet. Nach der Eröffnung der
neuen Bastille-Oper wurde aus der Garnier-Oper ein dem Tanzt gewidmetes
Theater („Palais de la danse“) , das nun dem Ballett gewidmet ist.
Das
Viertel der Garnier-Oper
Die neue Opernavenue gegenüber war ursprünglich mit Bäumen bestanden, wie
jede große Avenue der Haussmannära.
Garnier ließ sie fällen, weil er meinte, dass sie die Feierlichkeit und
Breite der Avenue beeinträchtigten. Ein kaiserliches Dekret schrieb
monumentale Fassaden vor (strenge Auflagen gibt es auch heute noch für
die weiße Leuchtreklame). Das Grandhotel wurde gleichzeitig mit der
Opernfassade für die Weltausstellung 1867 gebaut. Die Errichtung des
Pilotbaus des zweiten Empire ermöglichte es, endlich den Verlauf aller
der neuen Straßenzüge festzulegen, die man schon seit dem Beginn der Kaiserreichs
geplant hatte. Diese ganze Bautätigkeit verwandelte das
Viertel in ein neues Geschäftszentrum. Banken, Druckereien,
Zeitungsverlage siedelten sich an. Sie wurden mit modernen Verfahren und
Materialien errichtet: Metallstrukturen, metallgefasste Fenster, Fußböden
mit Glasfliesen, Stahlbeton
(freilich mit Naturstein verkleidet). In das neue Stadtviertel strebten
auch die Geschäfte für Luxuswaren, die Cafés und Theater der
Belle-Epoque („der schönen Zeit“), besonders an den Grands Boulevards
(boulevard des Capucines, des Italiens...), die so zu Hochburgen der Vergnügungslust
wurden.
(Links der Fassade der Opéra
Garnier...) 2- Paristoric, 11 rue Scribe (Metro Opéra) (Tel. 01 42 66 62 06,
Vorführungen stündlich 9.00 - 21.00 von April bis Oktober, 9.00 -
18.00 im Rest des Jahres, jedoch 21.00 jeweils am Freitag und Samstag) Die Geschichte von Paris wird in 45 Minuten auf einem großen
Bildschirm gezeigt. Die Abfolge von Bildern, Fotos und Stichen lässt
verstehen, wie Paris in einer 2000-jährigen Geschichte entstanden ist. Leidenschaftliche
Bewunderer von Paris haben einen recht bewegenden Film gemacht, poetisch
und pädagogisch zugleich. Über Kopfhörer kann man dem Film in zehn
Sprachen folgen.
Museum der Parfümerie, 9 rue Scribe (Metro Opéra) (Tel. 01 47 42 93 40, geöffnet 9.30-17.30, Sonntags zwischen 15. März und 15. Oktober von 10.00
bis 14.00) Gegründet wurde das Museum von dem Parfummacher Fragonard (www). Es zeigt die Gerätschaften, die zur Parfumherstellung benötigt werden (
Destilliergeräte, „orgue du parfumeur“ ...) und ebenso für deren
Aufbereitung, Mischung, Lagerung. Zahlreiche Flakons werden gezeigt, sogar
einige aus der Antike. Man sieht auch schöne Beispiele der
Goldschmiedekunst, etwa das „Reise-Necessaire“, ein Geschenk des
Herzogs von Berry an seine Frau, einen „Ring als Duftspender“ und
sogar eine "corsetière": das war ein dünner röhrenförmiger
Flakon aus Glas, den kokette Damen anstelle der Stäbchen in ihrem Korsett
trugen. (Ein zweites Fragonard-Museum befindet sich Hausnr. 39
Boulevard des
Capucines, 2. Arrondissement,
Metro Opera, geöffnet Montag bis Samstag von 9.00 bis 18.00 Uhr).
(Weiter durch die rue Scribe dann nach rechts in den boulevard des
Capucines...) 3- Olympia, 28 boulevard des Capucines (www) Die
altbekannte „music-hall“ sollte 1992 einem
umfangreichen Neubauprogramm zum Opfer fallen, das die „Société
générale“als Eigentümerin der Häusergruppe an kündigte.
Der zähe öffentliche Widerstand (der Saal des Olympia wurde als
Kulturdenkmal
klassifiziert)
veranlasste die Bank zu einem gemäßigteren Projekt: Der Saal wurde (nur
um wenige Meter versetzt) originalgetreu wieder aufgebaut und zugleich mit
besserer Technik ausgestattet.
(Unmittelbar dahinter rechts abbiegen...) 4- Die Französisch-kuwaitische Bank, 17 rue Caumartin (Architekten Michel Proux und Jean-Michel Demones,
1982)
Die Fassade wurde einfach wie eine neue Haut vor einen
banalen Bau aus den 1960er Jahren gesetzt, ein von der Straße abgerückter
Bau, wie es damals Vorschrift war. Die Fassade zeigt in dem großen gläsernen
Arkadenbogen das von der Bank gewünschte Prestigebewusstsein; dennoch
haben die Architekten sich bemüht, den Bau in die Kontinuität der
Nachbarhäuser zu stellen: Bänder aus Naturstein rechts, Fenster in der
gleichen Proportion links, ein Abschluss aus Metall mit der gleichen Bauhöhe
oben.
5- Die großen Kaufhäuser am Boulevard
Haussmann Der
Boulevard
Haussmann Haussmann wird von den
Fassaden der zwei größten
Pariser Kaufhäuser gesäumt.
Sie machen mit ihrem eleganten und geschäftigen Menschengewimmel aus
Paris die „Hauptstadt der Mode“.
Printemps, 64 boulevard Haussmann (www) (Metrostationen Opéra,
Chaussée d'Antin, Havre Caumartin) (geöffnet 9.30-19.00
außer Sonntag, Donnerstag bis 22.00) (Architekt
Paul Sédille, 1881)
Das
Kaufhaus Printemps, gegründet 1865, befindet sich seit 1881 in dem
jetzigen Haus. Seine schöne Fassade wird allerdings durch die jüngste
Aufstockung erdrückt. In der 6. Etage, der Modeabteilung des
"Printemps de la mode", befindet sich ein Teesalon unter einer lichtdurchfluteten Kuppel, die Binet 1911 entworfen hat. Die
Terrasse des "Printemps de la maison" (der
Einrichtungs-Abteilung) bietet ein Solarium mit Ruheliegen und einen schönen
Blick
auf Paris aus 30 m Höhe.
6- Galeries
Lafayette, 40
boulevard Haussmann
(www) (Internetseite der BNF
zum Roman von Emile Zola Au bonheur des dames) (Metrostationen
Opéra,
Chaussée d'Antin, Havre Caumartin) (geöffnet
9.30-19.00 außer Sonntag, am Donnerstag bis 22.00) (Architekt
Ferdinand Chanut,1908) Die
Galeries Lafayette sind aus einer kleinen Boutique entstanden, die an der
Ecke rue La Fayette und Chaussée d'Antin gegründet worden war. Heute
sind daraus 120 000 m2 geworden und 80 000 Besucher pro Tag... Der Bau von
1908 (Georges Chedanne) wurde 1912 erweitert (Ferdinand Chanut). Er hat
immer noch seine hübsche Fassade an der Straße der rue de la Chaussée
d'Antin, die prächtige Glaskuppel über den 10 Metallpfeilern, die
abgerundeten Balustraden. Das große Treppenhaus wurde leider abgebaut.
Metrostation Chaussée d'Antin-Lafayette (Linie 9) Das
Fresko zu dem Thema „Dauerhafter Kulturaustausch zwischen Frankreich und
den Vereinigten Staaten“ ist ein Werk von Jean-Paul Chambas. Es ist wie
eine Theaterszene beleuchtet.
Architektur des 19. Jahrhunderts
zwischen den Kirchen Sainte-Trinité und Notre-Dame de Lorette
7- Eglise de la
Trinité,
(Dreifaltigkeitskirche),
3 rue de la
Trinité (Metro Trinité) (Architekt Théodore Ballu, 1861-1867)
Die
Dreifaltigkeitskirche von 1867 ist ein kennzeichnendes Beispiel für die
religiöse Kunst im zweiten Empire. Sie wurde nach dem Vorbild der französischen
Renaissance errichtet und wird von einem Glockenturm in Form eines
Belfried überragt (quadratische Basis, achteckiges Oberteil). Die Kirche
hat über eine Balustrade, die in zwei abgerundete Treppen münden, eine hübsche
Verbindung zum Platz. Der Komponist Olivier Messiaen war 40 Jahre lang der
Organist der Trinité-Kirche
(Man kann mit einem kleinen Abstecher links von der Kirche
beginnen...)
Casino de Paris, 16 rue de Clichy (www) Der
Bau von 1890 hat eine Fassade im Stil des Art nouveau, geschmückt von
Mosaiken und schönen Glasfenstern. In der Zeit zwischen den beiden
Weltkriegen traten in diesem Theater die großen Künstler der Music-hall
auf : die "Revue nègre" von Joséphine Baker, Mistinguett,
Maurice Chevalier, Tino Rossi… (Abb. unten)
(Rückkehr über die rue de la Trinité links...)
8- Rue Blanche (die
„weiße Straße“ hat ihren Namen von dem weißen Gips aus dem
Montmartre-Steinbruch erhalten, der über diese Straße abtransportiert
wurde) :
Hausnr. 24-26
:
Weinberg; die Trauben werden von den Feuerwehrleuten dieser Wache geerntet
Sehenswert die Fassaden von...
Hausnr. 19:
ein Gebäude uneinheitlichen Stils an dem korinthische Pilaster
ein großes,
modernes, eisengefasstes Glasfenster einrahmen. (Abb. ganz links)
Hausnr. 21:
1901 von Girault errichtet mit einer Marquise,
Balkonen aus Schmiedeeisen, in der ersten Etage abgerundete Fenster Hausnr.
25:
deutsche evangelische Kirche (Abb. ganz im Vordergrund)
Rue Chaptal.
Hausnr.
20 b (bis) befand sich früher in der „cité Chaptal“ das
Kasper-Theater des „Grand-Guignol“; 1962 geschlossen, heute Theater
347
9- Musée de la vie romantique, 16 rue Chaptal (www) (Metrostationen Saint-Georges, Pigalle) (Tel. 01 48 74 95 38, geöffnet 10.00-17.40
außer Montag) Das Museum
der romantischen Lebensart wurde in einem schönen Wohnhaus
im Stil der Restaurationszeit nach 1815 eingerichtet. Hier wohnte von 1830
bis 1858 der Maler Ary Scheffer. Der gebürtige Holländer war
Zeichenlehrer der Kinder des Herzogs von Orleans, des späteren Königs
Louis-Philippe. Er erhielt vom König der Julimonarchie viele Aufträge.
Der Maler der Romantischen Schule hielt jeden Freitag Salon, in dem er
Delacroix, Ingres, Chopin, Georges Sand, Liszt oder Lamartine empfing.
Ernest Renan heiratete die Nichte des Künstlers und bewohnte nach ihm
dieses Haus. Das ehemalige Atelier wurde erst vor kurzem wieder mit den
Objekten möbliert, die Ary Scheffer liebte : Gemälde, Bibliothek, Piano... Das
Erdgeschoss ist Georges Sand gewidmet und zeigt Möbel und
Andenken (Malerei; Zeichnungen, Juwelen) der romantischen Schriftstellerin,
die in diesem Viertel, nämlich am square d'Orléans, von 1842 bis 1847
gewohnt hat. Einen angenehmen Aufenthalt bietet der Teesalon unter dem großen Glasfenster und inmitten von Flieder
und Rosen.
Gegenüber,
an der Kreuzung mit der rue Henner
befindet sich unter der Nr. 13 ein Haus im Stil Louis-Philippe (korinthische
Pilaster
Renaissance-Medaillons), das der Dichter Guillaume Apollinaire bewohnt hat. In
der rue Chaptal Hausnr 10 ließ sich die SACEM 1937 ein Gebäude errichten,
das sie aber inzwischen verlassen hat (Wappen, Dekoration zur Musik)
10- Rue Pigalle (der Bildhauer Pigalle wohnte Hausnr. 17) (Etwas links von der Stelle, wo die
Straße mündet ...) Bei
Hausnr. 66 der rue La Rochefoucauld entdeckt man, wenn man durch das
Gewölbe an der Straßenfront geht, ein Palais von 1776, in dem Victor
Hugo wohnte. (Weiter unten beginnt bei Hausnr. 41 das
Pigalle-Quartier mit einem gewissen Haus Nr. 5)
(Darauf nach rechts...) 11- Rue
Victor Massé, die
Straße an der Kreuzung mit der Avenue Frochot ist zu einer privaten
Sackgasse umgewandelt worden: Die Gartenanlagen und die Häuser in neoantikem
oder mittelalterlichem Stil (Türmchen) kann man nur von den Gittertoren
aus sehen. Am Beginn der rue Frochot entdeckt man ein halbrundes
Stadtpalais im Schmuck eines großen blauen Art-deco-Fensters und
schmiedeeiserner Schwäne
(Weiter
die rue Monnier hinab...) (man kreuzt die rue de Navarin : etwas weiter, Hausnr. 9, trifft man auf
eine neogotische Fassade)
12- La place
Gustave-Toudouze.
Der Platz mit seinem reichen Schmuck an Kastanienbäumen, einem Wallace-Brunnen, sowie einer Morris-Säule (einer Art Litfasssäule) besitzt in den
Hausnr. 4 und 7 Gebäude voller Dekorationen, Skulpturen und schwungvoller
Formen
13- Place
Saint-Georges
Der
Platz wurde 1824 als Baugelände parzelliert und bebaut. Heute sind davon nur noch die Gitter um die Vorgärten übrig
geblieben. Die Bauten selbst stammen alle aus späterer Zeit. Der Brunnen
in der Mitte diente früher als Pferdetränke, wurde 1906 beim Bau der
Metro trockengelegt und ist erst 1995 wieder in Betrieb genommen worden.
Seit 1906 krönt ihn die Büste des Zeichners Gavarni. Die Säule, die ihn
trägt, zeigt Figuren, die er geschaffen hat: einen Pierrot, eine "lorette", wie man jene leichten Mädchen nannte, die hinter der Kirche Notre-Dame de Lorette
lebten...
Hausnr. 27
war im Besitz von Thiers (dem Politiker, Schriftsteller, Historiker,
Minister, der als Regierungschef nach dem deutsch-französischen Krieg von
1870-71 den Frieden schloss). Er hatte die Tochter des Bauherren dieses
Viertels geheiratet. Seine Bibliothek befindet sich noch heute im ersten
Stock.
Hausnr. 28 sieht man das
Palais der „Marquise von Païva“ im Schmuck seiner Putten, Löwen und
Statuen im Stil der Gotik und Renaissance (Architekt
Renaud, 1840). Sie zog hier 1851 ein, ließ aber später ein neues
prächtiges Palais an den Champs-Elysées bauen. (siehe dort unter 'hôtel
de la Païva)
Das Theater
„Saint-Georges“ am
Beginn der rue Saint-Georges, wurde von Charles
Siclis umgebaut: die kahle Fassade und der neutrale Eingangsbereich
sollen „die Wärme des Theatersaales in Gold, Silber und rot um so mehr
zur Geltung bringen“. Hier drehte Truffaut den
Film Le dernier
métro
(Die letzte U-Bahn)
(Weiter in Richtung rue La Bruyère links...) Hausnr. 31 in der rue
Notre-Dame-de-Lorette, liegt der Stadtgarten des
square
Alex-Biscarre,
der einen Teil der ehemaligen Gärten des Thiers-Hauses
einnimmt. Rue La
Bruyère
: Vom Bürgersteig rechts
mit den geraden Hausnummern her sieht man die Künstlerateliers besser,
die an der Nordseite der Hausnummern 1 bis 7 hängen; man kann auch durch
den Hof und den bemoosten Garten von Hausnr. Nr. 3 b gehen (wenn er offen
ist)
(In die erste Straße nach links...) 14-
Musée Gustave Moreau, 14 rue La Rochefoucauld (Metro Trinité) (Tel. 01 48 74 38 50, geöffnet Montag und
Mittwoch 11.00-17.15, sonst 10.00-12.45 und 14.00-17.15 außer Dienstag)
Um
1895 ließ Gustave Moreau sein Palais umbauen um es als ein Museum
herzurichten: vor allem baute er große Ateliers an, die heute seine Gemälde
beherbergen. Auch die intimen Privaträume im ersten Stock gestaltete er für
seine Souvenirs . Das Museum wurde 1902 eröffnet, nachdem der Malers im
Jahr 1898 gestorben war. Gustave Moreau’s lange verkanntes Werk von
hatte großen Einfluss auf die Fauves, die Surrealisten und die abstrakte
Malerei. Seien Bilder zeigen eine phantasiereiche, eigenartige
Einbildungskraft, eine biblische und mythologische Welt voller Visionen, Götter,
Chimären, Einhörnern und Frauen als Symbol des Bösen. (Etwa
gegenüber stehen bleiben...)
15- La Nouvelle
Athènes
(Neu-Athen)
Um
dem starken Anwachsen der Pariser Einwohnerzahl entsprechen zu können (sie
verdoppelte sich in der ersten Hälfte des 19.
Jh. und erreichte 1846 eine Million Bürger), griff man in der Zeit der
Restauration ab 1820-1830 für den Bau von Mietshäuser
auf
die Parzellierung (lotissement)
der
Grundstücke zurück: auf der Nordseite der
„rue Saint-Lazare“ entstanden so die vielen gleichförmigen Bauten mit
ihren zahlreichen Fenstern (durch die industrielle Fertigung war Glas
billiger geworden) und den Eingangstüren, die mit gusseisernen Türflügeln (vantaux)
geschmückt
wurden.
La rue de la Tour-des-Dames
(der Name "am Frauenturm"
erinnert an eine der letzten Mühlen der Äbtissinnen des Klosters von
Montmartre). Die Straße ist das Herz der Siedlung. Man nannte sie
1823 „Neu-Athen“, aus romantischer Begeisterung für
Griechenland und wegen der „antikisierenden“ Architektur. Einige der
neoklassischen Häuser entstanden für bekannte Schauspieler der Epoche :
Nr. 1 : für Mademoiselle Mars durch den Architekten Constantin; den
Garten kann man von der rue de la Rochefoucauld aus einsehen.
Nr. 2, Nr. 3 : Fassade in Form eines Rundbogens; man verdankt sie
Constantin
Nr. 4 : Wintergarten und vielfarbige Fenster
Nr. 9 : für den Schauspieler Talma, Architekt Charles Lelong
(Man kehrt um und folgt dann der rue La
Rochefoucauld...) Rue Saint-Lazare : Hausnr. 58 ist Palais mit rosafarbener
Fassade, es steht in Verbindung mit der Sackgasse bei Hausnr. 56, von wo
aus man die Gartenfassaden der oben erwähnten Häuser der „rue de la
Tour-des-Dames“ sehen kann.
(Weiter in Gegenrichtung auf der rue Saint-Lazare, man trifft
auf die...) 16- Rue
Taitbout
: das Gebäude im Stil Napoleon III links
bei Hausnr. 80 bietet Zugang zum Garten des „square d'Orléans“ (der
Durchgang ist am Samstag und Sonntag geschlossen). Über eine zweite gewölbte
Passage linker Hand gelangt man zu einem Hof, der 1829 von einem
englischen Architekten errichtet wurde (monumental, Backstein,
Zwischengeschosse für die Dienerschaft) und von Wohnungen und Künstlerateliers
(Hausnr. 5c – 5 ter) umgeben ist. Viele romantische Künstler fühlten
sich hierher gezogen, unter ihnen Chopin in das Haus Nr. 9 und Georges
Sand, in Nr. 5
Die rue Saint-Lazare ist übersät von
zahlreichen durchbrochenen und verzierten Eingangstoren mit ihren Türflügeln
aus
Eisenguss, so etwa die Nr. 39, 35, 27 (hier im Hof ein Palais aus dem
zweiten Empire mit Brunnen), sowie dei Nr. 15, 6.
An der Kreuzung rue Saint-Lazare und rue des martyrs (In Erinnerung an St.
Denis) überblickt man rechts einige Straßen des Saint-Georges-Viertels
und links einige des Viertels „Neu-Athen“.
17- Die Kirche Notre-Dame-de-Lorette, 18 bis rue de Châteaudun (Metro Notre-Dame-de-Lorette) (Tel. 01 48 78 92 72,
geöffnet 9.00-19.00, Sonntags geschlossen von 13.00 bis 16.00) (Architekt Hippolyte Lebas, 1823-1836) Die
Kirche wurde 1823 errichtet, in Erinnerung an das Wunder, dem zufolge
Engel das Haus der Jungfrau Maria nach Loreto in Italien gebracht haben
sollen. Sie zog eine eher mondäne als fromme Menge an... "lorettes"
nannte man nach dem Wort eines Journalisten jene eleganten und leichten
Frauen, die gleich hinter der Kirche wohnten.
Der nüchternen Struktur der Kirche nach Art
einer römischen Basilika bildet einen Gegensatz zu der pompösen
Innenausstattung im Stil Louis-Philippe. Ganz am Ende der Kirche findet
man Tafeln mit Informationen zur Kirche.
Moderne Architektur (1950 - 1969)
rund um die Grands
Boulevards
(Start an der Metrostation Notre-Dame de Lorette oder Le
Peletier) 18-
Bürogebäude AXA, 37 rue de la Victoire (Architekten Jean Balladur und Benjamin Lebeigle,
1958) Der
Bau erinnert an einen Schiffsbug mit seiner Reling = dem Geländer der
höheren Etagen; die oberste Etage zeigt die Form einer Schiffskabine. Der
Stil ist typisch funktionalistisch: die
Mauerscheiben (murs-rideaux )
und die Stahlstruktur erlauben den Verzicht auf Trennwände mit tragender
Funktion, so dass diese frei dem Bedarf angepasst werden können; Alle
Proportionen bis hin zu den Fliesen und Treppenstufen wurden nach dem
„Modulor“ berechnet, einem System zur Berechnung der Größenverhältnisse,
das vom menschlichen Körper ausgeht und von Le Corbusier entwickelt wurde.
Gegenüber eine Synagoge in einer sehr lichten, aufgelockerter Bauweise.
19- Die Barclays-Bank, 21 rue
Laffitte (Pierre Dufau,
Max Abramovitz, 1969) Die Architekten wollten eine „triste
Straße aus den 60 er Jahren heiterer und luftiger“ machen. Das Gebäude
ist senkrecht zur Straße ausgerichtet und von terrassenförmigen Gärten
umgeben. (Weiter
rue Laffitte...)
Die
Großen Boulevards (Grands boulevards) (Die
Boulevards:
des Italiens, Montmartre, Poissonnière, Saint Denis, Saint-Martin, im
Bereich der Arrondissements 2, 9 und 10) Nach
den Siegen des Jahres 1670 konnte Paris an den Landesgrenzen verteidigt
werden. Ludwig der XIV. beschloss deshalb, die Stadtmauern
aus der Zeit von Charles V und Louis XIII durch eine baumbestandene
Promenade zu ersetzen (an die Siege Ludwigs des XIV. erinnern die beiden
Triumphbögen an den einstigen Stadttoren, der „porte Saint-Martin“ und
der „porte Saint-Denis“). Aus den „Wegen am Bollwerk“, den
Boulevards, entwickeln sich für die Pariser nun Orte des Vergnügens und
des Flanierens: Sie konnten eines der Vaudeville-Theater besuchen oder die
Cafés, die großen Palais mit ihren Kariatiden und Statuen, die gedeckten
Einkaufspassagen, später dann die ersten Filmtheater (das “Grand Rex“,
das „Max Linder Panorama“). Ende des 19. Jh. bauen die Banken ihre „Finanzkathedralen“,
um der Börse und dem Gewerbeviertel nahe zu sein.
Das gilt insbesondere für den boulevard des Italiens
(Name nach den Schauspielern der Italienischen
Komödie von 1781, der heutigen Komischen Oper (Opéra-Comique)
Hausnr.
16, Boulevard
des Italiens, Gebäude im Stil des
Art déco der Bank „BNP“ (1933) (Abb. unten rechts)
Gebäude der BNP, 2 rue Taitbout (Architekt Pierre Dufau, 1976)
Hausnr.
18
ist das "Maison
dorée"
(20),
ein Luxusrestaurant mit vergoldeten Balkonen (1838).
Der Kulturminister Maurice Druon bewahrte es auf Druck eines Bürgerkomitees
aus dem Viertel vor dem Abriss. Der Architekt der BNP-Bank entwarf darauf
„an einem Tag und im Zorn über die ewig Gestrigen“ einen neuen Plan,
der versuchte, Neues und Alte zu verbinden: durch „Bauvolumina, die
zueinander passen“ und durch einen „mit Grün bepflanzten Zwischenraum,
der es verhindert, dass die Fassaden auf brutale Art aneinanderprallen“.
(Abb. Auf der linken Seite)
Genau gegenüber, Hausnr. 19, liegt der Firmensitz der Bank Crédit
Lyonnais
(1878) mit einem doppelläufigen Treppenhaus und einer Baustruktur von
Gustave Eiffel
(Weiter auf dem Boulevard Richtung Oper ...) 21- Immeuble "Ford", 36 boulevard des
Italiens (Architekt Michel Roux-Spitz, 1929) Leichtigkeit
und modernste Baumaterialien (die tragenden Pfeiler und das kräftige
Bandgesims der ersten Etage sind mit Chromblech bezogen) sollten die
Modernität der Automobilindustrie symbolisieren. Im Erdgeschoss lag ursprünglich
der Ausstellungsbereich für die Automobile der Firma Ford. (Beim Umbau zu
einem Restaurant hat es sehr gelitten). Der Aspekt der Werbung war nachts
durch die Art der Beleuchtung und die Leuchtreklamen noch verstärkt
worden.
(auf den gleichen
Weg zurück...)
Bei Hausnr. 5 des Boulevard des Italiens beginnt die
passage
des Princes,
die „Prinzenpassage“ von 1860. Es
ist die letzte überdachte Passage, die in Paris gebaut und die vor kurzem
renoviert wurde. (Fast
genau gegenüber beginnt die „rue Drouot“...)
22- Hôtel des ventes
Drouot, 9 rue
Drouot (www gazette de Drouot, www commissaire-priseur (Auktionator) (Tel. 01 48 00 20
33) (Architekten Jean-Jacques Fernier und André Biro,
1980)
Im
Gegensatz zu den in Misskredit geratenen Bauten der Nachkriegszeit für
Auktionshäuser strebten die Architekten nach einer „surrealistischen
Neuinterpretation der Architektur der Haussmannära“. Es ist eine Art
ironischer Nachahmung mit zahlreichen augenzwinkernden Anspielungen (etwa
die Aluminiumflächen der Fassade in Anspielung an die Vorhänge vor dem
Raum der Pförtner-Hausmeister). Die Metallrahmen der Fenster zur „rue
Rossini“ hin stammen noch vom Vorgängerbau.
23- Boulevard
Montmartre Aus
dem 19. Jh., als der Boulevard Montmartre sehr belebt war, stammen noch
zwei Theater und zwei Einkaufspassagen. Die Passagen bestanden aus einer
Reihe von Ladengeschäften, die ihr Licht aus großen Glasfenstern
erhielten. Viele von ihnen wurden zu Beginn des 19. Jh. gebaut, als es
noch keine elektrische Beleuchtung und keine Trottoirs gab, um die
eleganten Einkäuferinnen vor den Dreckspritzern der Pferde schützten.
Zur besseren Erinnerung an die damalige Zeit wurde die Metrostation „rue
Montmartre“ vor kurzem in „Grands Boulevards“ umbenannt.
Die Passage des
Panoramas
(23), Hausnr. 11
des Boulevard Montmartre wurde 1800 gebaut. Der Name kommt
von den Panoramabildern, mit denen Fulton die Rotunden ausgemalt hat; sie
erweckten damals die Illusion, als besuchte man London oder Athen, wurden
aber schon 1831 abgerissen. Die Passage war 1817 der erste öffentliche
Ort mit Gasbeleuchtung. Hier findet man noch immer das 1840 eröffnete
Geschäft des Druckers und Stechers Stein und den Teesalon „L'arbre
à cannelle“, mit einer Ausstattung im Stil Napoleon III.
Hausnr. 7 befindet sich das Variétés-Theater. Gegenüber, bei der Hausnr. 12 beginnt die Jouffroy-Passage, die in die Verdeau-Passage
übergeht.
Musée Grévin, 10 boulevard Montmartre (www, Bilder
www) (Metro Rue
Montmartre/Grands
boulevards) (01
47 70 85 05, geöffnet 13.00-19.00,
während der Schulferien 10.00-19.00) Das
Panoptikum (Wachsfigurenkabinett) des Grévin-Museums. Am Eingang
ist eine mehrsprachige Broschüre zum besseren Verständnis vorrätig. Der
Bau von 1882 hat eine Fassade im Stil der Zeit um 1900 mit einem
Flachrelief von Bourdelle zum Thema „Wolken“. Die Innenräume mit
ihrem seltsamen Dekor aus Marmor und Gold lassen den Besucher in einer
Welt nachgestellter Szenen versinken. Im Erdgeschoss folgen die
Wachsfiguren bekannter Personen je nach der Aktualität aufeinander . Die
Medien berichten regelmäßig, wenn mal wieder ein Politiker, Künstler
oder Sportler die Ehre hat, in das Grévinmuseum aufgenommen zu werden.
Vor kurzem erst sah man hier Madonna erscheinen, zusammen mit ihrem
Doppelgänger erscheinen, ebenso Johnny ... Die Galerien im Untergeschoss
zeigen Szenen aus der französischen Geschichte: Roland in Roncesvalles,
Ludwig der XIV. in Versailles... Zwei Darbietungen versetzen den Besucher
mitten in den Dschungel (Palais des Mirages)) und mitten in ein Kabinett
des Phantastischen. In diesem "Cabinet fantastique" zeigt ein
Zauberer seine Fingerfertigkeit und Zauberkünste.
Von
hier aus hat man zwei Möglichkeiten zur Auswahl: man kann einen Abstecher
zum Faubourg
Montmartre machen oder die Tout zu den Grands
boulevards
mit dem 10. Arrondissement fortsetzen, Rue du Faubourg
Montmartre (erste Straße links...)
:
ein Zentrum der Pelzhändler; das volksnahe Viertel wird von mehreren
Einkaufspassagen aus dem 19. Jh. durchzogen und ist voller traditioneller
Boutiken:
Hausnr. 35, ein Kolonialwarengeschäft (épicerie ) von 1761
(genau gegenüber...)
24- Folies-Bergère, 32 rue Richer (www) (Metrostationen Cadet, rue Montmartre/Grands
boulevards)
Gegründet
wurde das „Kabarett“ der Folies Bergère im Jahr 1869. Es zeigt mehr
oder weniger hüllenlose Darbietungen von Musik- und Tanznummern. Die
Fassade wurde 1929 von Pico im Stil des Art déco erneuert.
25- Musée de la Franc-Maçonnerie,
16 rue Cadet (Metrostationen Cadet oder rue Montmartre/Grands
boulevards) (Tel.
01 45 23 20 92, geöffnet 14.00-18.00
außer am Sonntag und in den ersten zwei Wochen im September) Das
Museum der Freimaurerei wurde 1973 in einem weitläufigen Saal des modernen Hauses der Großloge
„Grand Orient de France“ eingerichtet. Es zeigt die Geschichte dieser
Loge, einer der bedeutendsten in Frankreich. Die Freimaurer sehen sich in
der Nachfolge der Kathedralbaumeister des Mittelalters. Die Bewegung
entstand jedoch offiziell erst 1717 in London. Die religiöse und
politische Verfolgung erweckte bei den Gründern ein starkes Bedürfnis
nach Toleranz. Die Satzungsregeln von Anderson aus dem Jahr 1723 drücken
den Wunsch aus, Persönlichkeiten von hohem moralischem Rang miteinander
zu verbinden unabhängig von ihren Glaubensüberzeugungen. Die Logen
breiteten sich ab 1725 in Frankreich und in ganz Europa aus. Ihr
philosophisches Denken, die Werte der Brüderlichkeit und der Freiheit
beeinflussten die Gedankenwelt der französischen Revolution. Das Museum
illustriert in seinen Dokumenten diese Geschichte und erklärt die
freimaurerische Symbolik. Die Porträts der Persönlichkeiten lassen einen
gelegentlich staunen. In einer Vitrine werden die höchsten Ordensgrade
und ihre Kennzeichen vorgestellt.
Rue Papillon (rechts von der rue Lafayette aus gesehen...). Die Straße wurde Ende 1995 von allen ihren
Einwohnern evakuiert, als sich im Zuge der Bauarbeiten für die RER-Linie Eole
ein großes Loch auftat, weil wasserlöslicher Gips einen Erdeinbruch
verursachte. 85 Tonnen Beton waren erforderlich, um das entstandene Loch
wieder zu schließen.
(Über die rue du Faubourg Poissonnières erreicht man wieder Rundweg
durch das 10.
Arr ... )
Associations du 9è
(Bürgervereinigungen im
9. Arrondissement)
Mairie du
9è
(Bürgermeisteramt
des 9. Arrondissement) Jacques
Bravo (PS), 6 rue Drouot, 75 436 Paris cedex 09, métro Richelieu-Drouot,
tel. : 01 42 46 72 09 ("cedex" =
Postfach)
Das 9. Arrondissement in Zahlen
Statistik der Volkszählung
von 1990
Erhebung des l'INSEE im 1. Quartal |
Zahlen
für den
9. Bezirk (Arrondissement) |
Zahlen
für Paris |
Zahlen für
den Großraum Paris |
| Gesamtbevölkerung |
57 517 |
2 151 245 |
9 316
656 |
Einwohner
nach Alter (in %)
0-19 Jahre
20-39 Jahre
40-59 Jahre
60-74 Jahre
+ 75 Jahre |
18,1 35,4 25,3 11,8 9,2 |
18,6 35,9 24,7 12,2 8,5 |
25,5 33,8 24,7 10,2 5,7 |
Familien
(Ehepaare und Kinder)
davon Kinder
Einzelhaushalte (in % der
Haushalte)
Zahl der Menschen pro Haushalt |
37 372 12 608 51,5 1,88 |
1 423 932 491 292 49,8 1,92 |
7 486 068 2 920 272 33,2 2,41 |
Beschäftigtenquote
(in %)
davon arbeitslos |
62,7 10,2 |
60,9 9,7 |
62,5 9 |
Die
Haushalte in gesellschaftlicher und beruflicher Hinsicht (Haushaltsvorstand)
(%) selbständige Landwirte
Handwerker,
Handeltreibende, Leiter von Betrieben
Leitende Positionen in geistigen Berufen
Mittlere Angestellte und Beamte
Angestellte
Arbeiter
Rentner, Pensionäre
Andere (Schüler,
Studenten, Familienangehörige) |
0 7,1 24,9 12,7 14,3 9,2 22,4 9,4 |
0 5,5 23,4 13,9 13,8 10,5 23,4 9,4 |
0,1 5,3 18,4 16,3 14,2 17,4 22,3 6,0 |
Status der
Wohnraumbelegung
durch die
Haushalte (in %)
Selbstgenutztes Wohneigentum
Mieter
Kostenlose Wohnraumnutzung
Wohnungen ohne Komfort
___ (ohne Bad und Innen-WC ) |
34,9 54,1 11 11,3 |
28,3 63,0 8,7 8,1 |
40,2 54,0 5,8 3,9 |
Haushalte ohne Auto
(in %)
Berufstätige, die in Paris arbeiten
___ (bei Großraum Paris am
Wohnort) |
60,5 76,5 |
53,7 72,9 |
34,5 33,9 |
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